Samstag, 17. Januar 2009

Safari-Impressionen

Mein Jahreswechsel

Ich denk mal es wird Zeit, dass ich mich auch mal hier wieder zu Wort melde. Es ist schon ne ganze Weile vergange, und ich weiss echt nicht wo ich anfangen soll.

Seit dem Eintrag ueber Dar es Saalam ist eine Menge passiert. Die Weihnachtstage habe ich bei mir i Dorf verbracht, es waren auch viele da, so war es also eine richtig grosse Runde. Geschenke???? Gab es nicht, nur den Kindern habe ich ein paar sachen fuer die Schule gekauft und noch etwas Suesses. Es wurde viel gesungen und gelacht. Meine Aufgabe war es die Ziege zu schlachten. Ich besorgte eine Ziege fuer umgerechnet 12E., deren Tage schon gezaehlt gewesen sind.
Am 25. Band mein Bruder Gabriel ihr die Fuesse fest und ich nahm das goesste Messer und schnitt dem Ding von links nach rechts die Kehle durch, liessen es ausbluten und zogen dann dem Tier die Haut ab. Die hat echt gut geschmeckt, 2 Tage haben wir dran zu knabbern gehabt. Das Fest war echt schoen fuer mich, man hat kein Geschenkestress oder anderes, man ist einfach da und hat Zeit zum Nachdenken aber auch Zeit fuer die Familien. Weihnachten bei 30 Grad im Schatten auch nicht schlecht.

Am 26. Machte ich mich aber schon auf. Zuerst war ich in Mombasa bei Mama Joy, um auch Sie zu Weihnachten zu besuchen. Das Haus war wie erwartet voller Leute, die ich zuerst nicht kannte, aber das aenderte sich innerhalb von Minuten. Natuerlich wurde auch da ein Schaaf geschlachtet, aufgrund der grossen Runde konnten wir nur ein Tag davon essen. Ich bin auch schwimmen gewesen im Meer und entspannte mich, da ich wusste, dass die naechsten Tage ein wenig stressig sein werden, wenn meine Brueder kommen.

In Mombasa traf ich dann Jan und seine Leute gemeinsam fuehren wir ueber Nacht nach Nairobi.
Kaum geschlafen kamen wir in Nairobi an, Jan fuhr zu sich und ich verbrachte den tag in der Stadt mit essen und neu kennen gelernte Freunde besuchen. Abends nahm ich den Bus zum Flughafen, da sie erst um 5 Uhr morgens kamen, verbrachte ich die Nacht am Flughafen.
Naja hin und her ,riesen Freude machten wir uns auf Nairobi anzuschauen, geschlafen haben wir bei Jan, da ich wollte, dass sie auch meine Brueder kennenleren. Morges ging es auch gleich schon weiter unserer 3 Tages Safari durch die Masai Mara. Ein voller Bulli, ein voller Tank und jede Menge Speicherkarten. Im Grossen und Ganzen war die Tour echt schoen, wir uebernachteten in Zelten und hatten eine echt gute Verpflegung, da wir dort auch Neujahr feierten, wurde auch dort wieder eine Ziege geschlachtet. Zu lachen hatten wir sehr viel und gesehen haben wir noch mehr (siehe Bilder oben).



Nach den 3 Tagen fuhren wir ueber Nairobi bei Nacht zu mir, dort verbrachten wir 2 Tage, besuchten ein paar Leute und ich zeigte ihnen meine Gegend und fuehrte sie ein wenig rum. Tragischerweise wurde Fladde ein wenig krank, womit er jetzt auch noch zu kaempfen hat, er wird aber schon Packen.

Nach diesen Tagen verliessen wir Ghazi und machten uns auf nach Mombasa, das Hotel in dem Mama Joy arbetet, sie organisierte uns ein echt gutes Zimmer mit Strand und Hotelblick, diese 3 tage waren echt erholend fuer uns und sehr entspannend. Das Hotel war echt super 4 Sterne, Southern Palms.

Wir besuchten auch den Ort wo ich immer bin, wenn ich in Mombasa mein unwesen treibe. Nach den 3 entspannenden Tagen ging es dann auch fuer uns wieder zurueck ueber Nacht nach Nairobi. In Nairobi schauten wir uns noch in ein paar Geschaeften um, sonst waren wir noch sehr muede, vom Ganzen hin und her. Gegen Nachmittag brachte ich sie zum Flughafen und nach einer Stunde Verbschiedete ich mich auch von den kurz und schmerzlos. Wir waren 9 Tage unterwegs und legten knapp 3000km zurueck.
Fuer mich war es eine echt schoene Zeit mit ihnen, wir haben viel gelacht, viel geredet, gebetet und Abendmahl zusammen gefeiert, das war echt gut.

Als ich auf dem Weg nach Nairobi gewesen bin, lag Mitten auf der Hauptstrasse ein Mann dem ein Auto gerade ueber den Kopf gefahren ist, das war echt kein schoener Anblick, ein Polizist sicherte die Leiche. Am naechsten Tag ging es auch fuer mich wieder nach Hause in mein Dorf.

Seitdem habe ich auch schon wieder unterrichtet, aber nur eine Woche, ab Montag werden die Lehrer hier streiken und fuer mich heisst es keine Schule.

Jetzt bin ich hier und schreibe diesen Bericht. Ich habe mich sehr kurz gehalten, Fladde und Ede werden bestimmt noch was ergaenzen.

Ich moechte mich hier nochmal an alle bedanken, die Briefe mitgegeben haben und auch gespendet haben, vielen vielen Dank. Obwohl ich nichts sagte habe ihr es trotzdem gemacht und es kam eine gute Summe zusammen. Ich den naechsten Wochen werde ich mich darum kuemmern. Was ich damit gemacht habe, werde ich hier auflisten und wenn ihr diesbezueglich Fragen an mich habt koennt ihr mich immer fragen.


Vielen lieben Dank. Juri

Samstag, 10. Januar 2009

Zu Besuch bei Mokame Mbogo

Hallo alle neugierigen Vasungo (weiße Menschen),

wie angekündigt haben wir Juri besucht. Er wird in seinem Dorf Mokame Mbogo genannt, was soviel wie Großer Baum heißt.

Da wir noch nicht ganz wieder da sind und erst einmal Erholung von unserem "Urlaub" brauchen, werde ich etwas später ein paar Zeilen schreiben. Bis dahin genießt die Bilder:

Gruß,
Ede

P.S. Natürlich lässt Juri alle ganz lieb grüßen, besonders die, die ihm Briefe und Geschenke mitgegeben haben.

Hier sind wir gerade in Nairobi angekommen. Wir sehen deswegen so fertig aus, weil keiner von uns die zwei Nächte davor geschlafen hat. Juri musste die Nacht in diesem Sessel verbringen, davor die Nacht fuhr er von Mombasa nach Nairobi mit dem Bus. Wir haben die Nacht im Flugzeug verbracht und davor die Nacht haben wir uns aufgemacht. In Nairobi haben wir dann unser Gepäck bei Freunden gelassen und uns einfach im Park hingelegt und ein paar Studen geschlafen.

Von Nairobi sind wir zu Juris Freunden nach Masse gefahren. Das sind die Kinder in diesem Dorf.


Masse liegt in den Bergen und man hat da eine tolle Aussicht.

Die Kinder haben uns immer Empfangen und verabschiedet.
Hier ist ein weiterer Freund von Juri ;-)

Wenn man schon in Afrika ist, muss auch eine Safari mitgemacht haben. Gesagt - getan!
Es war ganz schöne Eindrücke, die wir mitgebracht haben. Hier z.B. haben gerade die Löwen ein Zebra verspeist. Im Hintergrund wartet schon eine Hyäne auf die Reste.



Wir waren schon ganz nah dran. Im Hintergrund ist der Löwe. Die Mähne im Vordergrund gehört zu Juri.