Samstag, 27. September 2008

Scorpione, tote Hühner und andere tolle Sachen

Einen wunder Schoenen wuensche ich euch allen.


Ich bin mal wieder da und bedanke mich bei meinem Schwager, der all die wichtigen Infos weiter gibt. Somit nimmt er mir auch ein wenig Arbeit ab, dann muss ich nicht mehr so viel schreiben. Jedoch habe ich noch was zu ergaenzen:

In der letzten Woche habe ich in meinem Zimmer 2 Skorpione gefunden. Die habe sich zwischen meinen Sachen versteckt. Natuerlich musste ich diese ersteinmal fangen, das habe ich auch dann getan. In einer durchsichtigen Box habe ich sie dann genauer betrachtet. Das sind echt krasse Tiere, wie die sich bewegen und wie die aussehen. Mein Nachber wollte mich warnen und meinte, dass diese Tiere in der Regenzeit, die im naechsten Monat beginnt, groesser werden, viel groesser. Da bin ich mal gespannt. Ich habe auch das erste mal ein Bananengericht gegessen, die schmecken genauso wie Kartoffeln nur ganz anders.


Achja die Flasche habe ich mit nem Stein doch noch aufbekommen.


Gestern lag eines unserer Huener tot auf dem Boden, wurde von einer Schlange gebissen oder von einem Skorpion gestochen, auf jeden Fall haben Flora und ich es am Nachmittag verbrannt (Bild), damit die Hunde sich nicht darueber hermachen. Als ich aber nachts doch noch raus gegangen bin, sah ich dass die Hunde sich trotzdem ueber die Ueberreste hergemacht haben, die haben sich fast selbst aufgefressen.


Was gibt es noch zu sagen? Es wird immer waermer, am Mittag ist es echt unertraeglich heiss. Aber man kommt damit zurecht mit heissem Tee und...... was auch immer!


Mir geht es soweit ganz gut, sprachlich mache ich Fortschritte und man lernt immer neue Leute kennen. Vielen Dank fuer die Eintraege (Kommentare), ich lese diese und freue mich auch drueber.


Lieben Gruss Juri.


Ich habe auch ein paar Bilder mit angehaengt:


Das ist eine Coconut, die geerntet wird bevor das Wasser innnendrin zu diesem typisch weissem Zeug kristalisiert, dann wird sie zurecht gehauen und mit einem Strohalm serviert, 20cent.

Das was auf dem Sitz steht ist auch das was du denkst sobald du ankommst wo du hin wolltest.

Dann ist da auch ein Moebelfachgeschaeft.

Mombasa Innenstadt und Verkehr.

Ein Mann haelt sich am Matatu fest waehrend es mit 60 an uns vorbei faehrt.

Dann befinden wir uns auf einer Bruecke die aus Mombasa herausfuehrt, Mombasa ist ja eine Insel.

Dann koent ihr auch den Busbahhof in Mombasa sehen, eigentlich ist es eine Tankstelle "eigentlich".

Ein Bild mit Flora und mir.

Dann koent ihr auch den Busbahhof in Mombasa sehen, eigentlich ist es eine Tankstelle "eigentlich".

Ebenfalls ein Obst- und Gemueseverkaefer an der Strasse.

Ein Junger Mann, der an der Strasse Saft verkauft, uns wurde aber abgeraten den zu trinken, ich habe es doch getan, schmeckt wie Brause.

Weiter seht ihr ein Bild, wo etwas brennt, die afrikanische Art des GruenenPunktes, Muell wird an der Strasse verbrannt. Und Muell wird ueberall da hin geschmissen wo Platz ist.

Wenn ein Buss in einer Stadt anhaellt versuchen die Verkaufer ihr Produkte direkt am Bus zu verkaufen, wie ihr sehen koennt.

Und ein Bild von unserem Matatu, wo eine schraube den Blinkschalter ersaetzt.

Ein Matatu, das schon einige Male durch den Busch Gefahren ist:-)

Flora ein Maedchen und ich bei einer Huhnverbrennung.

Montag, 22. September 2008

Ich krieg die Cola nicht auf...

... sagte Juri heute. Er hat sich eine Flasche gekauft, hat aber vergessen sie öffnen zu lassen. Eine spannende Geschichte: wie öffnet man in der Wildnis eine Flasche?



Wie im letzten Beitrag erwähnt, war Juri am Wochenende in Mombasa, dabei war er schwimmen im Indischen Ozean. Das Wasser ist "kochend heiß", meinte Juri. Etwa 27°C soll das Wasser heiß sein.

Juri versteht sich sehr gut mit den Leuten dort. Mit ihnen war er schon sehr viel unterwegs. Er war in Ecken, die wahrscheinlich noch kein Europäer zuvor gesehen hat. Teilweise fühlt sich Juri wie Neil Armstrong.

Juri wird auch ständig von Mücken gestochen. Er schläft zwar unter einem Netz, doch dieses hat so viele und so große Löcher, dass es fast sinnlos ist. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass Juri wieder Malaria bekommt, sehr groß. Er geht sowieso davon aus, dass er noch einige Male an Malaria erkranken wird. Unter solchen Bedingungen würde wohl nicht jeder Westeuropäer klar kommen, meinte Juri.


Der Tagesablauf von Juri sieht in etwa so aus:
07:00 aufstehen und Haare waschen, danch ein Frühstück (Milch mit Tee und eine Scheibe Toast)
08:00 - 13:00 Schule, danach Mittagessen
14:00 - 16:00 Schule, danach Teatime
Anschließend nutzt Juri die Zeit für Vorbereitungen, Wandern, Lesen und was sonst noch anfällt.

Was die Schüler angeht, so sind sie auch nicht viel anders als bei uns. Es gibt welche, die recht fleissig sind und gerne lernen. Andere wiederrum halten es nicht für nötig Englisch zu lernen, geschweige denn andere Fächer. Das traurige daran ist, dass sie ganz schlechte Chancen haben gut durch's Leben zu kommen.

Auch in von der Tierwelt gibt's etwas Neues zu Berichten. Die Wochen zuvor hat Juri nachts immer undefinierbare Geräusche gehört. Seit gestern weiß er, wer sie verursacht. Zwei Fledermäuse wohnen in Juris Haus und ernähren sich, wie der Gecko, von den Insekten (und Kakerlacken).

Juri bittet seinen Bruder schon vorab um Entschuldigung, dass er es wahrscheinlich nicht zu seinem Geburtstag zu kommen schafft ;-) es sei denn er findet eine Art Stargate.

Noch eine Anmerkung an alle, die Juri als Kontakt in Skype haben: sollte Juri den Status "anwesend" haben, so ist er das nicht selbst, sondern seine Mama. Sie verfolgt natürlich auch dieses Blog. Juri hat den eigenen Rechner zu Hause gelassen, was auch eine gute Entscheidung war. Obwohl ... damit hätte er die Cola aufkriegen können :-)

Liebe Grüße von Juri.

i.A. Ede

Samstag, 20. September 2008

Wieder in Mombasa

Juri ist dieses Wochenende in Mombasa und kann telefonisch erreicht werden.

In einem kurzen Gespräch sagte Juri, dass es ihm ganz gut gehe. Er hat sich schon ziemlich gut eingelebt und es ist für ihn ganz "normal" wie die Menschen dort wohnen. Eine andere Dusche hätte Juri schon gern.



Mit der Sprache klappt's immer besser und sein Unterricht wird auch immer besser.


Juris Rücken geht es auch wieder gut. An dieser Stelle bedankt er sich für die Gebete. Er nutzt jetzt beide Matratzen, was auch etwas Linderung verschafft.


Die Post an Juri kommt übrigens an. Er hat sich riesig über ein Päckchen und einen Brief gefreut.


Auch Flora hat "Hallo" gesagt ;-)


Liebe Grüße von Juri.


i.A. Ede

Samstag, 13. September 2008

Wie versprochen

Hallo Freunde nach einer langen Zeit des Schweigens, einer dicken Malaria, unzaehligen Fahrten durch den staubigen und nimmerendenden Busch melde ich mich gesund und munter wieder zurueck.


In den vergangenen Wochen bin ich sehr viel unterwegs gewesen, trotz Malaria. Ich dachte diese heftigen Kopfschmerzen, die echt heftigen Schweissausbrueche und die immer wiederkehrenden 41 Grad Fieber seien irgendwo normal, aber als das nach einer Woche immer noch nicht wegging bin ich zum Arzt gegangen, der mit einem Grinsen im Gesicht die freudige Botschaft uebergab: Malaria positiv. Naja halb so schlimm, morgens und abends 7 Tabletten, die wahrscheinlich auch tote Nashoerner wider lebendig gemacht haetten, war ich nach 3 Tagen wieder fit fuer den Busch.


Ich war auf einigen Hochzeiten und auch auf einigen Beerdigungen, egal was die Afrikaner tun da ist immer viel Gesang und etwas zu essen dabei. Auf meinen taeglichen wanderungen sehe ich Kleingetier von dem ich dachte, dass es soetwas gar nicht gibt. Vor ein Paar tagen war mitten auf meinem weg auf einem Huegel eine riesen Echse, die war bestimmt 80 cm oder laenger.

Ich bin auch letztes Wochenende in Mombasa gewesen, mit meiner Gastmutter. Wir haben ihre Familie besucht, da die meisten dort arbeiten, leben sie auch dort. Der aelteste Sohn Gabriel, (den koennt ihr auf dem bild erkennen wir sitzen da auf den weissen Stuelen) hat mir die Stadt gezeigt und mich rum gefuehrt. Es war echt ineressant, man denkt als Europaer, dass alles irgendwie chaotisch ist und die Stadt die Kontrolle verloren haette, aber kommt einem nur so vor. Natuerlich haben die Polizisten und wer auch immer alles voll im Griff. Vormittags zeigte er mir die Sehenswuerdigkeiten und am Nachmittag verbrachten wir die Zeit mit Cola trinken und Sonnenbaden am Strand, wo auch die Kamele da waren. Ich gab Gabriel ein Essen aus fuer mich und ihn 2xCola und ein wasser wurden wir fuer insg. 2,80 Euro richtig satt. Am naechsten Tag war ich mit ihm wieder kurz in der Sadt und anschliessend ging es ab nach Hause. Die Busfahrt dauerte 4 Stunden, mi einer wuetenden Malaria ist das echt Nerven zereibend. Alles in allem war das ein sehr schoenes Wochenende, in den naechsten Wochen versuche ich fuer eine laengere Zeit dort zu bleiben, zu sehen gibt es dort genung.

Gabriel und ich

Zu Hause angekommen verbringe ich meine Zeit oft damit mit Flora Swahili zu lernen und mit ihr ein bisschen rumzualbern. Mein Zimmer aufzuraeumen und mich fuer den unterricht vorzubereiten. Derzeit unterrichte ich Mathe, Physik und Erdkunde mittlerweile ist das mit dem Englisch garnicht so schwer.


Sonst bin ich auch viel am wandern.

Eine Gemeinde die englischen Gottesdienst anbietet gibt es hier leider nicht, also bin ich auf meinen eigen angewiesen, ich lese sehr viel, bin bald wieder mit dem NT fertig, hab auch angefangen die Red Letters abzuschreiben. Ein paar Buecher habe ich mir auch zum lesen mitgenommen. Klar merkt man, dass eine der wichtigsten Stuetzen fehlt, die einen geistlich auftaken laesst, aber fuer die naechste Zeit muss es irgendwie anders gehen. Paulus, David und co. haben es schliesslich auch geschafft ;-).

An das Essen habe ich mich auch schon mitlerweile gewoehnt, ist zwar nicht immer abwechslungsreich aber satt wird man alle mal, meine Mom koch auch gut. Mit den Fingern habe ich auch schon gelernt umzugehen, das mit Messer und Gabel habe ich bis dahin schon wieder verlernt.


Ja Freunde soweit so gut ist bei mir alles im Lot und ich kann mich ueber nichts beklagen. In einem Monat geht die Temperatur noch ein wenig hoch und dann brennt hier die Luft, gleichzeitig beginnt da auch die Regenzeit und dann wird es heiss und schwuel, ich freu mich drauf.

Wuensche euch alles Gute.

Vielen lieben Dank fuer die Eintraege.

Juri

Strand von Mombasa

Freitag, 12. September 2008

Malaria

Jetzt hat Juri es endlich geschafft ein paar Bilder zu schicken. Zunächst aber eine nicht so erfreuliche Nachricht - die Malaria hat Juri erwischt. Er wird zwar behandelt und hat Medikamente, doch besser wäre es ohne Malaria. Das ist eben Afrika.

Juri hat sich sehr über die Kommentare gefreut und bedankt sich herzlich. Dieses Wochenende versucht Juri selbst ein paar Zeilen zu verfassen.

Sonst geht es ihm doch noch ganz gut. Einwenig vermisst er McDonald's (wovon es in Kenia scheinbar keins gibt - zumindest hat Juri noch kein Restaurant gefunden) und seine Lieblingspizzeria.

Auch geistlich fühlt er sich ganz wohl. Natürlich vermisst er Gemeinde, Jugend und Hauskreis.

Jetzt aber die Bilder:
Juris Bett:
Schreibtisch:
Wäscheleine:
Juri mit Flora
Landschaft
Das sind ein paar Kinder, die Juri stets folgen
Diese Brücke ist extra für Autos gebaut worden...
... damit die Autos sicher die andere Seite erreichen. Doch leider...
... stimmten die Berechnungen wohl nicht ganz
Juris Schreibtisch
Die Fahrt in einem typischen "Taxi"

Dieser Mann bringt gerade Wasser nah Hause. Etwa 30km hat er bereits zurück gelegt, weitere 40km muss er noch.

Was in den Kofferraum nicht passt, kommt einfach nach oben

Kinder bekommen in der Schule eine Art Brei, nur sauer und flüssiger.
Wenn man kein Taxi kriegt...
Kamele am Strand von Mombasa
Grüße,
i.A. Ede