Samstag, 1. November 2008

Afrikas wahres Gesicht

Nach zehn Tagen haben wir es endlich wieder geschafft Juri zu erreichen. Davor kam einfach, trotz mehrmaliger Versuche, keine Verbindung zustande.

Nach und nach zeigt Afrika das wahre Gesicht. Juri muss immer wieder miterleben, dass Menschen sterben. Davon sind auch Kinder oder gar Babys nicht ausgeschlossen. Vor ein/zwei Tagen ist ein kleines Baby in Juris unmittelbarer Umgebung an einer Krankheit gestorben.

Es herrscht die Regenzeit mit all den Vor- und Nachteilen. Die Hitze ist sehr schwer zu ertragen. Eigentlich haben die Schüler Schulfrei, doch weil sie zu Hause nichts zu essen haben, gehen sie zur Schule. Während der Schulzeit bekommen die Schüler Essen. In den Ferien versammeln sie sich dort und warten darauf, dass irgend eine Hilfsorganisation sie entdeckt. Ab und an kommen auch Helfer irgendeiner UN-Hilfsorganisation und verteilen Esse.

Die Skorpione sind nun wirklich größer und es gibt so viele davon, dass Juri es nicht schafft sie alle zu "erledigen".

Auch gesellschaftlich (oder politisch) gibt es einiges, das nicht gut läuft. Zum einen wird die Post, die Juri bekommt (Päckchen) durchsucht. Dazu wird ein Protokoll erstellt und Juri darf das auch noch teuer bezahlen. Zum anderen hat Juri jetzt erfahren, dass die Frau, die ihn betreut (seine Mom), bis jetzt kein Geld dafür bekommen hat. Juri versucht jetzt nachzuforschen, wo das Geld, das ihr zusteht, bleibt. Schon drei Monate ist Juri da und wird von diesen Leuten ernährt, die selbst Hilfe benötigen.

Gesundheitlich hat Juri zurzeit keine Beschwerden. Hoffentlich bleibt das auch so.

Bis zum nächsten Mal.

Gruß,

i.A. Ede

1 Kommentar:

  1. Bist bei uns auf jedenfall noch nicht vergessen Juri....beten immernoch regelmäßig in der Jugendgebetsstunde für dich....

    Hoffe du lernst deinen Gott noch besser kennen, ist bestimmt nicht alles so leicht zu verstehen was er da tut...

    lg Moni T

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