Samstag, 13. September 2008

Wie versprochen

Hallo Freunde nach einer langen Zeit des Schweigens, einer dicken Malaria, unzaehligen Fahrten durch den staubigen und nimmerendenden Busch melde ich mich gesund und munter wieder zurueck.


In den vergangenen Wochen bin ich sehr viel unterwegs gewesen, trotz Malaria. Ich dachte diese heftigen Kopfschmerzen, die echt heftigen Schweissausbrueche und die immer wiederkehrenden 41 Grad Fieber seien irgendwo normal, aber als das nach einer Woche immer noch nicht wegging bin ich zum Arzt gegangen, der mit einem Grinsen im Gesicht die freudige Botschaft uebergab: Malaria positiv. Naja halb so schlimm, morgens und abends 7 Tabletten, die wahrscheinlich auch tote Nashoerner wider lebendig gemacht haetten, war ich nach 3 Tagen wieder fit fuer den Busch.


Ich war auf einigen Hochzeiten und auch auf einigen Beerdigungen, egal was die Afrikaner tun da ist immer viel Gesang und etwas zu essen dabei. Auf meinen taeglichen wanderungen sehe ich Kleingetier von dem ich dachte, dass es soetwas gar nicht gibt. Vor ein Paar tagen war mitten auf meinem weg auf einem Huegel eine riesen Echse, die war bestimmt 80 cm oder laenger.

Ich bin auch letztes Wochenende in Mombasa gewesen, mit meiner Gastmutter. Wir haben ihre Familie besucht, da die meisten dort arbeiten, leben sie auch dort. Der aelteste Sohn Gabriel, (den koennt ihr auf dem bild erkennen wir sitzen da auf den weissen Stuelen) hat mir die Stadt gezeigt und mich rum gefuehrt. Es war echt ineressant, man denkt als Europaer, dass alles irgendwie chaotisch ist und die Stadt die Kontrolle verloren haette, aber kommt einem nur so vor. Natuerlich haben die Polizisten und wer auch immer alles voll im Griff. Vormittags zeigte er mir die Sehenswuerdigkeiten und am Nachmittag verbrachten wir die Zeit mit Cola trinken und Sonnenbaden am Strand, wo auch die Kamele da waren. Ich gab Gabriel ein Essen aus fuer mich und ihn 2xCola und ein wasser wurden wir fuer insg. 2,80 Euro richtig satt. Am naechsten Tag war ich mit ihm wieder kurz in der Sadt und anschliessend ging es ab nach Hause. Die Busfahrt dauerte 4 Stunden, mi einer wuetenden Malaria ist das echt Nerven zereibend. Alles in allem war das ein sehr schoenes Wochenende, in den naechsten Wochen versuche ich fuer eine laengere Zeit dort zu bleiben, zu sehen gibt es dort genung.

Gabriel und ich

Zu Hause angekommen verbringe ich meine Zeit oft damit mit Flora Swahili zu lernen und mit ihr ein bisschen rumzualbern. Mein Zimmer aufzuraeumen und mich fuer den unterricht vorzubereiten. Derzeit unterrichte ich Mathe, Physik und Erdkunde mittlerweile ist das mit dem Englisch garnicht so schwer.


Sonst bin ich auch viel am wandern.

Eine Gemeinde die englischen Gottesdienst anbietet gibt es hier leider nicht, also bin ich auf meinen eigen angewiesen, ich lese sehr viel, bin bald wieder mit dem NT fertig, hab auch angefangen die Red Letters abzuschreiben. Ein paar Buecher habe ich mir auch zum lesen mitgenommen. Klar merkt man, dass eine der wichtigsten Stuetzen fehlt, die einen geistlich auftaken laesst, aber fuer die naechste Zeit muss es irgendwie anders gehen. Paulus, David und co. haben es schliesslich auch geschafft ;-).

An das Essen habe ich mich auch schon mitlerweile gewoehnt, ist zwar nicht immer abwechslungsreich aber satt wird man alle mal, meine Mom koch auch gut. Mit den Fingern habe ich auch schon gelernt umzugehen, das mit Messer und Gabel habe ich bis dahin schon wieder verlernt.


Ja Freunde soweit so gut ist bei mir alles im Lot und ich kann mich ueber nichts beklagen. In einem Monat geht die Temperatur noch ein wenig hoch und dann brennt hier die Luft, gleichzeitig beginnt da auch die Regenzeit und dann wird es heiss und schwuel, ich freu mich drauf.

Wuensche euch alles Gute.

Vielen lieben Dank fuer die Eintraege.

Juri

Strand von Mombasa

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